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Two men in suits sit at a table with signed documents, flanked by Bavarian and Colorado flags, in front of banners for a Germany 2026 mission.
© Axel König / StMWK

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume und Colorados Gouverneur Jared Polis haben in München eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Forschungs- und Innovationsbeziehungen unterzeichnet. Ziel ist es, die Kompetenzen beider Innovationsökosysteme stärker miteinander zu vernetzen – von der Grundlagenforschung über den Technologietransfer bis zur industriellen Anwendung.

Dabei kann die Kooperation auf bestehenden Verbindungen aufbauen: Bereits heute arbeiten elf Hochschulen in Colorado mit zehn bayerischen Hochschulen zusammen. Dazu gehören Kooperationen der Technischen Universität München (TUM) mit der University of Colorado Boulder und weiteren Universitäten sowie der OTH Regensburg mit der Colorado State University.

Künftig sollen weitere gemeinsame Forschungsprojekte, Workshops und Netzwerkformate sowie Austauschprogramme für Studierende und Forschende entstehen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen soll intensiviert werden.

Fokus auf strategische Zukunftstechnologien

Ein Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf Zukunftstechnologien. Besonders hervorgehoben wird die Fusionsforschung, die beide Seiten als strategische Schlüsseltechnologie für die Energiegewinnung der Zukunft betrachten.

Bayern bringt unter anderem Kompetenzen des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching sowie das Forschungszentrum CALA mit dem Hochleistungslaser ATLAS-3000 an der LMU ein. Colorado verfügt insbesondere in Laser- und Präzisionsphysik, Quantenoptik und modernen Messtechnologien über ausgeprägte Forschungsstrukturen. Rund um Boulder befindet sich zudem eine hohe Konzentration staatlich finanzierter Forschungszentren.

Bayern baut Wissenschaftsnetzwerk in den USA aus

Die Vereinbarung ist Teil des Ausbaus der bayerischen Wissenschaftskooperationen mit den USA. Vom 18. bis 26. August 2026 reist Wissenschaftsminister Blume in die Vereinigten Staaten. Geplant sind unter anderem wissenschaftspolitische Gespräche, ein Besuch der GAIN26 in San Francisco sowie ein Besuch der Colorado State University.

Die neue Partnerschaft soll langfristig den Austausch von Talenten und Wissen stärken und neue gemeinsame Forschungs- und Transferprojekte zwischen Bayern und Colorado ermöglichen.