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Symbolbild KI-Innovationsbeschleuniger

Der EIC Accelerator richtet sich an Unternehmen mit technologisch anspruchsvollen Innovationen und hohem Skalierungspotenzial. Der Zuschussanteil ist für Innovationsaktivitäten auf TRL 6 bis 8 vorgesehen und soll grundsätzlich innerhalb von 24 Monaten umgesetzt werden. Dafür kann eine Lump-Sum-Förderung von unter 2,5 Millionen Euro beantragt werden.

Ergänzend steht eine Investmentkomponente von 1 bis 10 Millionen Euro zur Verfügung. Sie soll Finanzierungslücken bei besonders risikoreichen Innovationen schließen, bis diese für weitere private Investitionen ausreichend reif sind. Unternehmen können dabei zwischen Grant only, Blended Finance und – sofern sie keinen Zuschuss benötigen – Investment only wählen.

Budget im Jahr 2026

Für den EIC Accelerator 2026 stehen insgesamt 634 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 414 Millionen Euro auf den EIC Accelerator Open und 220 Millionen Euro auf die EIC Accelerator Challenges.

Der Accelerator Open ist technologieoffen und richtet sich an Projekte aus allen Technologiefeldern. Die Accelerator Challenges adressieren dagegen strategisch definierte Themen, in denen Start-ups und KMU mit bahnbrechenden Technologien zu europäischen Zielen beitragen sollen. 2026 gehören dazu unter anderem neue Materialien für erneuerbare Energien und Energiespeicher, Fusionstechnologien, Biotechnologie für regenerative Böden, kritische Rohstoffe und Deep Tech für Klimaanpassung.

Auch KI kann dabei eine wichtige Rolle spielen. In der Challenge zu Klimaresilienz werden beispielsweise ausdrücklich Deep-Tech-Lösungen adressiert, die durch Künstliche Intelligenz und andere Schlüsseltechnologien verstärkt werden.

Wer kann sich bewerben?

Der Accelerator richtet sich insbesondere an einzelne Start-ups und KMU einschließlich Spin-outs aus EU-Mitgliedstaaten und mit Horizon Europe assoziierten Ländern.

Auch Small Mid-Caps mit bis zu 499 Beschäftigten können sich unter bestimmten Voraussetzungen bewerben, allerdings ausschließlich für die Investmentkomponente. Darüber hinaus können natürliche Personen oder Rechtspersonen einen Antrag stellen, wenn sie vor Abschluss des Verfahrens ein entsprechendes Unternehmen gründen beziehungsweise etablieren.

Mehrstufiges Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren beginnt mit einem Short Proposal, das jederzeit eingereicht werden kann. Es umfasst unter anderem ein zwölfseitiges Formular, ein Pitch Deck mit maximal zehn Folien und einen Videopitch von bis zu drei Minuten. Die Kurzvorschläge werden jeweils am ersten Dienstag eines Monats gebündelt bewertet.

Nach einem positiven Ergebnis folgt das Full Proposal. Dieses umfasst unter anderem einen 20-seitigen Antrag, Pitch Deck, Umsetzungsplan, Finanzinformationen, Letters of Intent und eine Freedom-to-Operate-Analyse. Erfolgreiche Antragstellende werden anschließend zu einem Interview mit der EIC Jury eingeladen.

Die Full-Proposal-Termine 2026 sind der 7. Januar, 4. März, 6. Mai, 8. Juli, 2. September und 4. November 2026, jeweils 17:00 Uhr Brüsseler Zeit.

Zusätzliche Unterstützung bei der Skalierung

Neben der Finanzierung erhalten geförderte Unternehmen Zugang zu den Business Acceleration Services des EIC. Dazu gehören Kontakte zu Investoren und internationalen Partnern sowie Coaching, Mentoring, Training und Zugang zum europäischen Innovationsökosystem.

Unternehmen, die in der Remote-Evaluation mindestens 13 von 15 Punkten erreichen, aber nicht zum Jury-Interview eingeladen beziehungsweise nicht für eine Förderung ausgewählt werden, können zudem ein Seal of Excellence erhalten. Bei Bewerbungen auf die Challenges kann zusätzlich ein STEP Seal vergeben werden.